Assiras letzte Reise!

Am 08. April 2022 war der Tag gekommen, vor dem ich mich schon lange gefürchtet hatte. Ich musste meine Assira über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Sie hatte Probleme mit Arthrose in den Vorderbeinen, die ich mit der Energetik lange Zeit selbst behandeln konnte, aber jetzt war die Zeit gekommen, Schmerzmittel mit dazuzunehmen, um ihr das Leben leichter zu machen. Außerdem hatte sie sich eine Blasenentzündung eingefangen, die mit Kortison behandelt werden musste.

Alles in allem, war mein Mädchen alt geworden. Die Spaziergänge wurden erst immer kürzer, und dann auch immer langsamer. Zum Schluss wollte sie nur noch auf ihre geliebte Hundewiese, dort ihr Geschäft erledigen, und sich gefühlte 35 Mal im Gras wälzen. Ich bemerkte, dass ab und zu ihre Hinterbeine einfach wegknickten und sie zu stolpern begann. Und das geschah immer öfter, ich war wirklich erschrocken. Beim wiederholten Besuch beim Tierarzt wurde ein Blutbild gemacht und andere Medikamente mitgegeben. Nichts half, und abends begann sie plötzlich zu taumeln. Ich blieb die Nacht über an ihrer Seite, und rief morgens um 08:00 Uhr direkt wieder den Tierarzt an. Doch dieser konnte mir nicht mehr helfen, und verwies mich an die Kleintierklinik in Duisburg. Zu dem Zeitpunkt, war ich bereits ein nervliches Wrack, denn Assiras Zustand verschlechterte sich von Minute zu Minute. Es ging ihr wirklich schlecht, und sie so zu sehen schnürte mir die Luft ab, und tat einfach weh. Mir war klar, dass ich nicht mehr in der Lage war selbst mit dem Auto nach Duisburg zu fahren. Meine Freundin ließ sofort alles stehen und liegen und eilte mir zu Hilfe. Danke nochmal dafür, Hasi! Es würde noch ca. eine halbe Stunde dauern, bis sie bei mir war und schon kam das nächste Problem auf mich zu. Wie bekomme ich meinen 33 kg schweren Hund zum Auto? In meiner Verzweiflung sprach ich wildfremde Männer aus meiner Nachbarschaft an, ob sie mir beim Tragen meines kranken Hundes bitte helfen können. Doch Fehlanzeige, der eine hatte Rücken, und der zweite, seiner Aussage nach, Corona. Beide ließen mich völlig aufgelöst, ratlos und verzweifelt stehen. Ich spare mir mal jeglichen Kommentar dazu, aber man sieht sich ja immer zweimal im Leben! Zum Glück kam meine Freundin dann bei mir an, und irgendwie haben wir Assira ins Auto bekommen und sind dann schnellstmöglich zur Klinik gefahren. Trotz Röntgenbild, erneutem Blutbild und genauer Untersuchung konnte man mir auch hier nicht sagen, was mit meinem Hund nicht in Ordnung ist. Ich ließ sie über Nacht dort, denn die Klinik wollte sie mit Aufbaupräparaten und Kortison stabilisieren und mich dann am nächsten Morgen über den Stand der Dinge informieren.

Assira auf dem Feld
Assira auf dem Feld

Um circa 10:00 Uhr am nächsten Morgen kam endlich der ersehnte Anruf: Assira ginge es viel besser, und ich könnte sie abholen. Man wüsste allerdings immer noch nicht, was jetzt eigentlich das Problem gewesen war. Sie wäre halt ein alter Hund, und ich solle kommen und dann vor Ort entscheiden, ob ich sie eventuell gehen lasse, oder sie nochmal mit nach Hause nehme, um noch ein paar schöne gemeinsame Monate zu verbringen. Ich also hin zur Klinik. Für mich war natürlich völlig klar, Assira kommt mit nach Hause!! Laut Telefongespräch ging es ihr ja gut. Sie hatte gefressen, auf der Wiese ihr Geschäft gemacht, und das Klinikteam schwanzwedelnd um den Finger gewickelt. Frohen Mutes marschiere ich also, die Hundeleine in der Hand, in die Klinik und warte bis ich aufgerufen werde. Plötzlich überkommt mich ein ungutes Gefühl. Kennt ihr das, wenn ein Gefühl langsam in euch hochsteigt, ihr wisst nicht, woher und auch nicht warum es dieses Gefühl plötzlich gibt, ihr wisst nur, das ist nicht gut! Jetzt half nur noch die kinesiologische Abfrage. Schnell geh ich in die Alpha Hypnose, rufe Assira in mein Heilerhaus und frage ab, ob ich Assira mit nach Hause nehmen werde. Und die Abfrage sagt NEIN. Was? Ich wiederhole die Abfrage, weil ich es nicht glauben kann, nicht glauben will. Abermals NEIN, Assira kommt nicht mit nach Hause. In diesem Moment steht die Tierärztin vor mir. Der Schrecken steht ihr ins Gesicht geschrieben. Ich merke, wie sehr unangenehm es ist, was sie mir zu sagen hat. „Es tut mir so leid, ich bin selbst ganz schockiert, aber der Zustand ihres Hundes hat sich in der letzten Stunde so sehr verschlechtert, kommen Sie bitte mit…! Der Anblick war nicht schön. Sie konnte gar nicht mehr selber laufen und hatte schon diesen Blick. Den Blick, den wir Lebewesen haben, wenn wir die Räume wechseln, von der irdischen in die geistige Welt! Weinend nahm ich meine Assira in den Arm und fragte sie im Alpha, ob sie gehen möchte. Ihre Antwort:“Meine Lebensuhr ist abgelaufen, und es ist gut so.“ Ganz friedlich ist meine Assira, mein sanfter Engel in meinen Armen eingeschlafen. Ich war sehr froh, dass ich noch rechtzeitig bei ihr war, um sie zu begleiten, zu halten. Ganz ruhig, friedlich und sanft ist sie dann eingeschlafen. So wie sie auch im Leben war: friedlich und sanft!

Das Personal der Klinik war sehr nett, und hat mir viel Zeit gegeben, um mich von ihr zu verabschieden. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle nochmal bedanken.

Zwei Wochen habe ich jetzt gebraucht, um diese Zeilen zu schreiben. Also, den Text an sich in einer Stunde. Aber 14 Tage um die Kraft dafür zu haben mich der Erinnerung auszusetzen. Sie fehlt mir so sehr und hinterlässt eine so große Lücke. In einer wunderschönen Urne habe ich sie nach Hause geholt. Leider habe ich keinen Garten, deshalb kam sie in einer wunderschönen Urne zu mir zurück. Erstmal werde ich ihr einen Ehrenplatz hier in unserem Zuhause geben, und mal sehen, vielleicht begrabe ich sie eines Tages auf ihrer Lieblingswiese. Ich glaube, das würde ihr gefallen. Assira mein Schatz, wo immer du auch grade bist, ich wünsche dir eine schöne letzte Reise und danke dir für beinahe zwölf wunderschöne, gemeinsame Jahre!

Andrea und Assira

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Andrea Küll Tierheilerin Tierenergetik